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Auswertung auf DATEV

DATEV-Auswertung und -Planung: Tools im Vergleich

Deine Zahlen liegen bei DATEV. Die Frage ist, was du daraus machst: eine schönere BWA oder eine Prognose, gegen die du Entscheidungen prüfen kannst.

Geprüft 24. August 2026 6 Min. Lesezeit

Die kurze Antwort

Wenn du nur einen Abschnitt liest, dann diesen. Der Rest des Artikels zeigt den Rechenweg.

  • Du willst DATEV-Daten lesbar, mit Drill-down bis zur Buchung → helu.io
  • Du willst DATEV plus Bankdaten in einem Liquiditätsplan → finban
  • Du willst DATEV-Daten nach vorn gerechnet, mit Treibern darüber → Foreqast

Keiner dieser Sätze ist ein Ranking. Diese Produkte beantworten unterschiedliche Fragen — und das falsche Tool, gut gekauft, bleibt das falsche Tool.

Wie dieser Vergleich zustande kommt

Wir sind Foreqast — lies also den vorletzten Abschnitt zuerst, wenn du wissen willst, wo die Schlagseite läge. Die Regel, an die wir uns hier halten: Jede Aussage über ein anderes Produkt stammt von dessen eigener Website oder aus öffentlichen Bewertungsportalen, geprüft am 24. August 2026, und jedes Tool bekommt ein Fazit, wann es besser ist als wir. Wo ein Anbieter keinen Preis veröffentlicht, steht das hier — statt einer geratenen Zahl.

Was wir nicht machen: Punkte von eins bis zehn. Eine gewichtete Tabelle lässt sich zu jedem gewünschten Ergebnis biegen, und die Gewichte gehören immer dem, der sie schreibt. Stattdessen bekommt jedes Produkt eine nüchterne Beschreibung: wofür es da ist, was es gut kann, wo es aufhört, und zu welcher Firma es passt.

Die Tools auf einen Blick

Was diese Produkte unterscheidet, ist nicht die Länge ihrer Funktionslisten, sondern woher die künftigen Zahlen kommen — denn das entscheidet, welche Fragen ein Tool überhaupt beantworten kann.

ToolWie der Forecast entstehtDatenbasisHorizontPreis
helu.ioAuswertung gebuchter DatenDATEVAbgeschlossene Perioden, Plan/IstAuf Anfrage
finbanZahlungen und RechnungenBankanbindungen (über 3.000 genannt), RechnungenTagesaktueller Plan mit SzenarienAb 26,25 €/Mon. (jährlich)
ForeqastTreibermodell auf BuchhaltungDATEV, lexoffice, sevdesk + Shop, Billing, CRM, TogglBis 24 Monate, tagesgenauAb 39 €/Mon. (öffentlich)

Wie diese Tools einen Forecast bauen

Fast jeder Unterschied weiter unten führt hierhin zurück. Ein Tool kann dir über die Zukunft nur in der Sprache erzählen, in der es die Zukunft baut.

Aus der Buchhaltung, rückwärts

Die Buchhaltungsdaten werden lesbar gemacht: Kostenstellen, Deckungsbeiträge, Monat gegen Monat, Plan gegen Ist. Das ist Reporting, nicht Forecasting — und für ein Unternehmen, das noch nicht weiß, was das letzte Quartal gekostet hat, ehrlich gesagt die wertvollere Hälfte. Ein Plan wird daraus nicht von allein.

Aus Zahlungen und Rechnungen

Jeder erwartete Zu- und Abfluss ist eine datierte Zeile: diese Rechnung an dem Tag, dieser Vertrag jeden Monat, dieser Lieferant zu diesen Konditionen. Das ist präzise, wo die Zukunft vertraglich feststeht, und das richtige Modell für ein Geschäft aus Projekten und Retainern. Mühsam wird es, wo die Zukunft keine Liste von Zahlungen ist, sondern ein Muster — die Bestellungen eines Shops, die Abonnenten eines Produkts.

Aus Treibern

Umsatz ist eine Formel statt einer Linie: Bestellungen mal Warenkorb minus Retouren, Abonnenten mal Preis minus Churn, gebuchte Stunden mal Satz. Änderst du eine Eingabe, rechnet alles dahinter neu — Marge, Cash, Runway. Das kostet beim Aufsetzen mehr Kopfarbeit als eine Bankanbindung und ist die einzige der vier Arten, die "Was wäre, wenn" ohne zweite Tabelle beantwortet.

Die Tools im Einzelnen

Jedes Produkt zu seinen eigenen Bedingungen: was es ist, was es wirklich gut kann, wo sein Umfang endet, was es kostet — und zu welchem Unternehmen es am besten passt.

helu.io

Reporting und Controlling auf DATEV: Live-Berichte, Kostenstellenauswertung bis auf die Einzelbuchung und Plan gegen Ist. (Website)

Was es gut macht

  • Eine DATEV-Schnittstelle, die aus der Buchhaltung lesbare Berichte macht, ohne Export-Ritual.
  • Drill-down bis auf die Einzelbuchung je Kostenstelle — das, was Tabellen nie gut können.
  • Plan gegen Ist und Dashboards, die ein ganzes Team mit der Steuerberatung teilen kann.

Wo es aufhört

  • Der Schwerpunkt liegt auf dem, was war; nach vorn zu planen ist eine andere Disziplin als über abgeschlossene Perioden zu berichten.
  • Preise auf Anfrage statt auf der Website.

Preis: Auf Anfrage; ein kostenloser Test wird angeboten.

Besonders geeignet für: Unternehmen auf DATEV, die ihre Zahlen lesbar und aktuell wollen — Kostenstellen, Plan gegen Ist, ein gemeinsamer Blick mit der Steuerberatung — statt eines Modells nach vorn.

finban

Liquiditätsplanung für projektgetriebene Geschäftsmodelle: Bank- und Rechnungsdaten werden zu einem tagesaktuellen Liquiditätsplan, mit Szenarien und einem Assistenten, der auf Auffälligkeiten hinweist. (Website)

Was es gut macht

  • Direkte Bankanbindungen — der Anbieter nennt über 3.000 Institute — Ist-Zahlen kommen also ohne Export an.
  • Vertragsverwaltung und Szenarien liegen im selben Tool wie der Plan.
  • Öffentliche Preise und ein Test ohne Kreditkarte, was in dieser Kategorie selten ist.
  • Hosting in Deutschland auf ISO-zertifizierten Servern, was für viele Käufer hier zählt.

Wo es aufhört

  • Der Plan entsteht aus Zahlungen und Rechnungen; ein Treibermodell, das Bestellungen oder Abos zu Umsatz macht, gibt es nicht.
  • Eine Preisänderung oder ein größeres Ad-Budget trägst du deshalb als Annahme ein, statt sie durchzurechnen.

Preis: Öffentlich; Verzeichnisse nennen Starter mit 26,25 € im Monat bei Jahreszahlung (ein Bankkonto, eine Person) oder rund 36 € bei monatlicher Zahlung, Business mit 48,75 € und Pro mit 90 €. Kostenloser Test ohne Kreditkarte.

Besonders geeignet für: Agenturen, KMU und Startups mit projekt- oder rechnungsgetriebenem Umsatz, die bankgenaue Liquidität, Verträge am selben Ort und einen Preis auf der Website wollen.

Foreqast

Ein Forecast aus deiner Buchhaltung und den Treibern, auf denen dein Umsatz wirklich läuft — Bestellungen und Warenkorb, Abos, erfasste Stunden — mit einem Simulator, um eine Entscheidung vorher durchzurechnen.

Was es gut macht

  • Umsatz ist eine Formel, keine Trendlinie: Änderst du einen Treiber, rechnet der Forecast bis zu Marge und Cash neu.
  • Cash und Gewinn kommen aus einem Modell, mit der Marge gesamt und pro Stück daneben.
  • Entscheidungen liegen neben dem Plan — Einstellung, Ad-Budget, Kündigung — und lassen sich mit und ohne vergleichen.
  • Shop, Billing und Zeiterfassung speisen die Treiber, der Plan braucht keine wöchentliche Pflege.

Wo es aufhört

  • Es baut auf der Buchhaltung auf, nicht auf Bankanbindungen — ein Treasury-Werkzeug für viele Konten und Währungen ist es nicht.
  • Heute keine Konsolidierung über eine Unternehmensgruppe; Multi-Entity ist Sache des Partner-Plans.
  • Es ist im Early Access: die Kundenliste ist kurz, und einiges steht noch auf der Roadmap.

Preis: 39 €, 149 € und 399 € im Monat, öffentlich; Partner-Pläne ab 800 € auf Anfrage. Im Early Access in jedem Plan kostenlos, ohne Karte.

Besonders geeignet für: Shops, Agenturen und kleine SaaS-Teams, deren Umsatz sich mit etwas Zählbarem bewegt — Bestellungen, Abos, gebuchte Stunden — und die eine Entscheidung vorher durchrechnen wollen, statt einen Kontostand zu beobachten.

Was du vor dem Kauf prüfen solltest

Fragen, die du jedem Anbieter im Demo-Termin stellen solltest — uns eingeschlossen. Die Antworten trennen diese Tools schneller als jede Funktionsliste.

Wie kommen die Daten heraus?

Direkte Anbindung schlägt Export. Was jemand exportiert, veraltet zwischen zwei Exporten.

Werden Abgrenzungen richtig gelesen?

Buchungen, Abgrenzungen und offene Posten haben unterschiedliche Bedeutungen für Cash und Gewinn.

Bleibt die Steuerberatung eingebunden?

Das Tool sollte die Buchhaltung lesen, nicht ersetzen — sonst hast du zwei Wahrheiten.

Geht es über die Auswertung hinaus?

Erst mit Treibern und Fälligkeiten wird aus DATEV-Daten eine Planung.

Wann Foreqast das falsche Werkzeug ist

Ein Vergleich, den eines der verglichenen Produkte schreibt, schuldet dir diesen Abschnitt. Hier ist er, ohne Weichzeichner.

  • Du willst nur den Jahresabschluss — das bleibt bei deiner Steuerberatung.
  • Du brauchst Belegerfassung und Kontierung — das ist Buchhaltungssoftware.
  • Du arbeitest gar nicht mit DATEV — Foreqast liest auch die DATEV-Exporte von lexoffice und sevdesk sowie einfaches CSV.

Quellen

Die Angaben zu den Anbietern wurden am 24. August 2026 gegen diese Seiten geprüft. Funktionsumfang und Preise ändern sich — prüfe sie vor einer Entscheidung selbst.

Offenlegung: Dieser Artikel wird von Foreqast veröffentlicht, einem der verglichenen Tools. Wir haben versucht, die anderen so zu beschreiben, wie ihre eigenen Kunden es tun würden.

Fragen, die Käufer stellen

Wie funktioniert die DATEV-Anbindung?

Foreqast liest Buchungen, Abgrenzungen und offene Posten und baut daraus die Ist-Basis des Forecasts.

Braucht meine Steuerberatung etwas dafür?

Nur die Freigabe der Schnittstelle — an ihrem Arbeitsablauf ändert sich nichts.

Wie Foreqast das beantwortet

Drei Entscheidungen, um die es hier wirklich geht — jede auf ihrer eigenen Seite gezeigt.

Die App

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